Was bedeutet generalüberholtes DJ-Equipment?
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026
Generalüberholt bedeutet nicht zwangsläufig repariert. Wir erklären, wie wir DJ-Equipment in unserer Werkstatt prüfen, diagnostizieren und testen, wann Arbeiten nötig sind und welchen Rückhalt Sounds Market Certified bietet.
Wenn wir von generalüberholtem DJ-Equipment sprechen, meinen wir Geräte, die bereits genutzt wurden und vor dem erneuten Verkauf einen professionellen Prozess aus Prüfung, Diagnose und Funktionstests durchlaufen.
Genau dieser Prozess unterscheidet sie vom einfachen Kauf gebrauchter Geräte.
Ein generalüberholtes Gerät sollte nicht bloß ein gebrauchtes Gerät sein, das gereinigt und wieder zum Verkauf angeboten wurde. Es braucht eine technische Prüfung, um seinen Zustand einzuschätzen und mögliche Probleme zu erkennen, bevor es zum nächsten Besitzer kommt.
Dabei ist eines wichtig: Generalüberholt bedeutet nicht zwangsläufig repariert.
Wenn wir ein Gerät prüfen und alle Komponenten korrekt funktionieren, gibt es keinen Grund, Teile auszutauschen, nur um behaupten zu können, es sei repariert worden. Finden wir bei den Tests ein Problem, diagnostizieren wir es und führen die nötigen Arbeiten durch.
Bei Sounds Market fassen wir den Ablauf so zusammen:
Prüfung → Diagnose → Arbeiten bei Bedarf → abschließender Funktionstest.
Nicht jedes DJ-Gerät wird auf dieselbe Weise generalüberholt
Wie wir ein Gerät prüfen, hängt von seiner Art und Komplexität ab.
Es wäre nicht sinnvoll, einen Mixer, einen Player, einen Plattenspieler und einen Controller genau gleich zu prüfen. Jedes Gerät ist anders aufgebaut und hat andere Punkte, die kontrolliert werden müssen.
Ein CDJ kann ein Jogwheel, ein Display, Tasten, Encoder, einen Pitchfader, USB-Anschlüsse, Audioanschlüsse und viele weitere Funktionen haben.
Ein Mixer kann Dutzende Drehregler und Tasten, Fader, CUE, Filter, Effekte sowie verschiedene Ein- und Ausgänge besitzen.
Ein Controller oder All-in-one-System kann einen großen Teil dieser Elemente in einem einzigen Gerät vereinen.
Deshalb gilt: Je komplexer ein Gerät ist, desto mehr Funktionen müssen geprüft werden.
Wie prüfen wir generalüberholtes DJ-Equipment?
Bei Sounds Market halten wir ein Gerät nicht allein deshalb für funktionstüchtig, weil es sich einschalten lässt und Musik abspielt.
In unserer Werkstatt kombinieren wir zwei Arten der Prüfung: die Diagnose im Service Mode und einen vollständigen Test unter realen Betriebsbedingungen.
1. Service Mode: Wir prüfen die Bedienelemente einzeln
Viele professionelle DJ-Geräte verfügen über einen Service Mode, einen internen Diagnosemodus, mit dem sich die Funktion verschiedener Komponenten und Bedienelemente prüfen lässt.
Je nach Modell können wir damit Tasten, Encoder, Fader, Drehregler, Jogwheels, Displays, LEDs und weitere elektronische Bedienelemente einzeln testen.
Wir nutzen ihn bei Playern, Mixern, Controllern und All-in-one-Systemen, die diese Diagnosemöglichkeit bieten.
So erkennen wir Probleme, die bei einem kurzen Test unbemerkt bleiben können.
Eine Taste kann beispielsweise zunächst normal funktionieren, bei wiederholtem Testen aber unzuverlässig reagieren. Dasselbe kann bei einem Encoder, einem Fader oder anderen Bedienelementen auftreten.
Prüfung der Bedienelemente eines Pioneer CDJ 2000 Nexus im Service Mode in unserer Werkstatt.
2. Praxistest: Wir nehmen das Gerät in Betrieb
Der Service Mode ist ein sehr nützliches Diagnosewerkzeug, ersetzt aber keinen Test im tatsächlichen Betrieb.
Deshalb nutzen wir das Gerät anschließend so, wie es normalerweise eingesetzt wird.
Bei einem Player prüfen wir die Wiedergabe, die Bedienelemente und die verschiedenen Anschlüsse.
Bei einem Mixer prüfen wir die Kanäle, Ein- und Ausgänge, CUE und die verschiedenen Funktionsbereiche.
Auch Controller und All-in-one-Systeme durchlaufen einen vollständigen Funktionstest.
Diese zweite Prüfung ist besonders wichtig, um die Audioein- und -ausgänge sowie das Zusammenspiel des gesamten Geräts zu kontrollieren.
Außerdem lassen wir das Gerät über einen längeren Zeitraum laufen.
Manche Fehler treten nicht sofort nach dem Einschalten auf. Ein Gerät kann in den ersten Minuten korrekt funktionieren und erst nach einiger Betriebszeit ein Problem zeigen.
Praxistest eines Pioneer CDJ 2000 Nexus nach der Prüfung.
Warum führen wir beide Tests durch?
Weil sie unterschiedliche Dinge prüfen.
Im Service Mode können wir die einzelnen Bedienelemente und Komponenten testen, die von der geräteeigenen Diagnose unterstützt werden. Im Praxistest prüfen wir das Gerät als Ganzes, einschließlich seiner Ein- und Ausgänge und seiner Stabilität im Betrieb.
Ein Gerät kann bestimmte interne Prüfungen bestehen und im tatsächlichen Betrieb trotzdem ein Problem zeigen.
Auch das Gegenteil ist möglich: Ein Gerät scheint einige Minuten lang einwandfrei zu funktionieren, obwohl eine Taste, ein Encoder, ein Fader oder ein anderes Bedienelement nicht so reagiert, wie es sollte.
Deshalb gilt für uns:
Zu prüfen, ob sich ein Gerät einschalten lässt, heißt nicht, zu prüfen, ob es korrekt funktioniert.
Generalüberholen heißt nicht, Teile ohne Grund auszutauschen
Rund um den Begriff Generalüberholung gibt es einige Missverständnisse.
Ein generalüberholtes Gerät muss nicht zwangsläufig neue Komponenten enthalten.
Das Ziel einer guten Generalüberholung sollte nicht sein, möglichst viele Teile zu ersetzen, sondern den Zustand des Geräts richtig einzuschätzen und dort zu handeln, wo es nötig ist.
Manche Geräte kommen in unsere Werkstatt und benötigen keinerlei Reparatur.
Andere brauchen Wartung.
Wieder andere haben einen konkreten Defekt, der die Reparatur oder den Austausch einer Komponente erfordert.
Ein funktionierendes Teil auszutauschen macht ein Gerät nicht besser generalüberholt.
Was passiert, wenn wir einen Defekt finden?
Wenn wir bei einem der Tests ein Problem feststellen, versuchen wir zuerst, seine Ursache zu ermitteln.
Je nach Fehler können Wartung, Einstellung, Reparatur oder Austausch der betroffenen Komponente nötig sein.
Nach den Arbeiten prüfen wir die Funktion des Geräts erneut.
Das ist ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Reparatur und Generalüberholung.
Eine Reparatur soll einen bestimmten Defekt beheben.
Die Generalüberholung verfolgt ein umfassenderes Ziel: den allgemeinen Funktionszustand des Geräts vor dem erneuten Verkauf zu beurteilen.
Optischer Zustand und Funktionszustand sind nicht dasselbe
Bei generalüberholtem Equipment ist es außerdem wichtig, zwei Begriffe auseinanderzuhalten:
Optischer Zustand: Wie gut das Gerät äußerlich erhalten ist.
Funktionszustand: Wie es tatsächlich funktioniert.
Ein Gerät kann Kratzer oder Gebrauchsspuren haben und technisch in sehr gutem Zustand sein.
Auch das Gegenteil ist möglich.
Ein Gerät kann äußerlich nahezu neu aussehen und trotzdem eine defekte Taste, einen verschlissenen Fader, einen fehlerhaften Ausgang oder einen anderen Defekt haben, der sich auf Fotos nicht erkennen lässt.
Deshalb ersetzt der äußere Eindruck niemals eine technische Prüfung.
Bei Sounds Market überholen wir unser Certified-Equipment selbst
Es gibt verschiedene Wege, generalüberholtes Equipment zu verkaufen.
Bei Sounds Market werden die Geräte, die wir als Certified verkaufen, von uns selbst in unserer eigenen Werkstatt geprüft und generalüberholt.
Unsere Techniker arbeiten direkt an den Geräten und führen die Prüfungen vor dem Verkauf durch.
Weil wir regelmäßig verschiedene Exemplare derselben Modelle prüfen, lernen wir außerdem besser kennen, wo typischerweise Verschleiß auftritt, welche Teile besondere Aufmerksamkeit verdienen und wie sich diese Geräte nach jahrelanger Nutzung verhalten.
Wir führen nicht an jedem Gerät genau dieselben Arbeiten durch, denn nicht alle kommen im gleichen Zustand bei uns an.
Zuerst prüfen wir.
Dann stellen wir die Diagnose.
Falls nötig, führen wir die entsprechenden Arbeiten durch.
Abschließend testen wir das Gerät erneut.
Kann generalüberholtes Equipment Gebrauchsspuren haben?
Ja.
Generalüberholt bedeutet nicht neu.
Ein Gerät kann Kratzer, kleine Spuren oder optischen Verschleiß aus seiner bisherigen Nutzung aufweisen und trotzdem einwandfrei funktionieren.
Wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen optischem Zustand und Funktionszustand.
Beim Kauf generalüberholter Geräte solltest du deshalb nicht davon ausgehen, dass sie optisch einem Neugerät entsprechen, sofern dies nicht ausdrücklich angegeben ist.
Kann ein generalüberholtes Gerät einen Defekt entwickeln?
Ja.
Es geht um Elektronik und mechanische Komponenten. Kein Prüfverfahren kann garantieren, dass ein Gerät in Zukunft niemals einen Defekt haben wird.
Genau deshalb ist die Garantie wichtig.
Alle Sounds Market Certified-Geräte haben ein Jahr Garantie.
Für uns endet der Prozess nicht damit, dass wir das Gerät geprüft und verschickt haben. Wenn später ein von der Garantie abgedecktes Problem auftritt, gibt es auch nach dem Kauf Unterstützung.
Gebrauchtes und generalüberholtes Equipment sind nicht dasselbe
Beides kann einen Vorbesitzer gehabt haben, die Begriffe bedeuten aber nicht dasselbe.
Ein gebrauchtes Gerät kann direkt in seinem vorhandenen Zustand verkauft werden.
Ein generalüberholtes Gerät hat zuvor eine professionelle Prüfung und Funktionstests sowie bei Bedarf technische Arbeiten durchlaufen.
Dieser Unterschied ist bei professionellem DJ-Equipment besonders wichtig. Ein Gerät kann zahlreiche Bedienelemente, Anschlüsse und elektronische Komponenten haben, deren Zustand sich durch eine Sichtprüfung oder einen kurzen Test nicht immer feststellen lässt.
Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zu gebrauchtem und generalüberholtem DJ-Equipment.
Warum ist die Generalüberholung von professionellem DJ-Equipment sinnvoll?
Professionelles DJ-Equipment kann eine sehr lange Nutzungsdauer haben.
In unserer Werkstatt sehen wir Geräte, die nach vielen Jahren noch korrekt funktionieren, und Geräte, die nach fachgerechter Wartung oder Reparatur noch jahrelang genutzt werden können.
Eine neue Generation von Playern, Mixern oder Plattenspielern macht die vorherige außerdem nicht automatisch unbrauchbar.
Die Generalüberholung nutzt diese Lebensdauer und bietet dem nächsten Besitzer gleichzeitig ein Gerät, das zuvor professionell geprüft wurde.
Was sollte „generalüberholt“ also wirklich bedeuten?
Für uns sollte generalüberholt nicht bloß bedeuten, ein gebrauchtes Gerät zu reinigen und erneut zu verkaufen.
Dahinter sollte ein Prozess stehen:
Prüfung.
Tests.
Diagnose.
Arbeiten bei Bedarf.
Abschließender Funktionstest.
Bei Sounds Market kommt etwas hinzu, das wir für entscheidend halten: ein Jahr Garantie auf alle unsere Certified-Geräte.
Das Ziel ist nicht, aus einem gebrauchten Gerät ein neues zu machen.
Es geht darum, seinen Zustand zu kennen, seine Funktion gründlich zu prüfen, erkannte Probleme zu beheben und ihm mit der Unterstützung unserer Werkstatt eine weitere Nutzungsphase zu ermöglichen.
Hier findest du unser gesamtes generalüberholtes Sounds Market Certified-DJ-Equipment.