XDJ-AZ vs Denon PRIME 4 G2: Clubgefühl oder maximale Standalone-Technik?
Zuletzt aktualisiert: 30. September 2026
Die AlphaTheta XDJ-AZ und die Denon DJ PRIME 4 G2 gehören zu den ambitioniertesten All-in-one-Systemen mit vier Kanälen. Ihre Schwerpunkte unterscheiden sich jedoch deutlich.
Die XDJ-AZ bringt das Gefühl einer professionellen AlphaTheta/Pioneer DJ Kanzel in ein Gerät: vier echte Standalone-Decks, große Jogs mit Jog Feeling Adjust, einen Vierkanalmixer, einen 10,1-Zoll-Touchscreen und ein Layout nach dem Vorbild von CDJ-3000 und DJM-A9.
Die PRIME 4 G2 bietet ebenfalls vier Standalone-Decks und ein 10,1-Zoll-Display. Dazu kommen direkt im Gerät berechnete Stems, druck- und positionsempfindliche MPCe Pads, FX Paddles, Fader FX, Touch FX, ein DMX-Ausgang und ein interner Laufwerksschacht im Engine DJ Ökosystem.
Bei den Referenzpreisen von September 2026, ungefähr 2.699 € für die PRIME 4 G2 und 3.000 € oder mehr für die XDJ-AZ jeweils neu, ist Denon zudem günstiger.
Unsere erste Einschätzung sieht die PRIME 4 G2 bei Technik und kreativen Möglichkeiten vorn. Die AZ punktet dagegen mit der Nähe zu professionellen AlphaTheta/Pioneer DJ Kanzeln.
Für Clubgefühl und rekordbox: XDJ-AZ.
Für möglichst viele kreative Standalone-Möglichkeiten: PRIME 4 G2.
Wer in dieser Klasse kauft, sollte die neue Denon unserer Meinung nach zumindest ausprobieren.
Sounds Market Score
AlphaTheta XDJ-AZ: 9,5/10
Eines der besten professionellen All-in-one-Systeme, die wir getestet haben. Hervorragende Verarbeitung, große Jogs, vier echte Standalone-Decks und eine Anordnung nahe an CDJ-3000 plus DJM-A9. rekordbox und die Vertrautheit mit professionellen DJ-Kanzeln sind starke Argumente für regelmäßige Club-DJs.
Denon DJ PRIME 4 G2: 9,6/10
Unsere erste Einschätzung ist außergewöhnlich positiv. Auf dem Papier ist sie vermutlich das technisch fortschrittlichste All-in-one-System, das wir bisher analysiert haben. Onboard-Stems, MPCe Pads, FX Paddles, Fader FX, Touch FX, DMX, interner Speicher und vier Standalone-Decks ergeben eine schwer zu übertreffende Kombination.
Die 9,6 ist eine erste Bewertung. Die PRIME 4 G2 ist gerade erschienen. Uns fehlt noch die Werkstatterfahrung, um ihre Alterung nach mehreren Jahren beurteilen zu können.
Vor- und Nachteile
XDJ-AZ
Vorteile
- Vier echte Standalone-Decks.
- Vierkanalmixer.
- 10,1-Zoll-Touchscreen.
- Große Jogs mit 206 mm Durchmesser.
- Jog Feeling Adjust.
- Hervorragende Verarbeitung.
- Layout nach CDJ-3000 und DJM-A9.
- rekordbox-Workflow.
- Pro DJ Link.
- Sehr gute Einbindung externer Geräte.
- Beat FX und Sound Color FX nach DJM-Prinzip.
- Sehr gute Klangqualität.
- Kompatibel mit rekordbox und Serato DJ Pro.
- In professionellen DJ-Kanzeln weit verbreitetes Ökosystem.
Nachteile
- Hoher Preis.
- 13,5 kg Gewicht.
- Weniger kreative Möglichkeiten als die PRIME 4 G2.
- Kein vergleichbares Standalone-Stems-System.
- Konventionellere Performance Pads.
- Kein integrierter DMX-Ausgang.
- Kein interner SSD-Schacht.
Denon DJ PRIME 4 G2
Vorteile
- Vier echte Standalone-Decks.
- Neigbarer 10,1-Zoll-HD-Touchscreen.
- Große 8-Zoll-Jogs.
- Stems-Berechnung direkt im Gerät.
- Eigene Stems-Bedienelemente.
- Neue MPCe Pads mit 3D-Erkennung.
- FX Paddles.
- 26 Main FX.
- Fader FX.
- Touch FX.
- Sweep FX.
- Favorite FX.
- Integrierter DMX-Ausgang.
- Lichtsteuerung direkt am Gerät.
- Interner SATA-Laufwerksschacht.
- Umfangreiche Streaming-Möglichkeiten.
- Nur 9,9 kg.
- Niedrigerer Referenzpreis als die XDJ-AZ.
Nachteile
- Engine DJ ist in Clubkanzeln deutlich weniger verbreitet als rekordbox.
- Das Layout ähnelt CDJ plus DJM weniger stark.
- Manche Funktionen sind für traditionelle Arbeitsweisen unnötig.
- Noch keine langfristige Werkstatterfahrung.
- Der Wechsel von rekordbox kann Einarbeitung verlangen.
- Zum Marktstart funktionieren Engine DJ und SoundSwitch. Serato DJ Pro, Algoriddim djay und VirtualDJ sind für spätere Updates angekündigt.
XDJ-AZ vs PRIME 4 G2: die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | XDJ-AZ | PRIME 4 G2 |
|---|---|---|
| Kanäle | 4 | 4 |
| Standalone-Decks | 4 | 4 |
| Display | 10,1-Zoll-Touchscreen | Neigbarer 10,1-Zoll-Touchscreen |
| Jogs | 206 mm, großes Format | 8 Zoll, großes Format |
| Jog Feeling Adjust | Ja | Kein direktes Gegenstück |
| Performance Pads | 8 pro Deck | 8 MPCe pro Deck |
| Standalone-Stems | Kein Gegenstück | Ja |
| Main / Beat FX | 14 Beat FX | 26 Main FX |
| Sound / Sweep FX | 6 Sound Color FX | 4 Sweep FX |
| Fader FX | Nein | Ja |
| Touch FX | Kein Gegenstück | 10 |
| FX Paddles | Nein | Ja |
| DMX integriert | Nein | Ja |
| Interner Speicher | Nein | SATA-Schacht |
| Pro DJ Link | Ja | Nein |
| Hauptökosystem | rekordbox | Engine DJ |
| Gewicht | 13,5 kg | 9,9 kg |
| Sounds Market Score | 9,5/10 | 9,6/10, erste Bewertung |
Zwei Ansätze für ein All-in-one-Spitzenmodell
AlphaTheta verdichtet eine professionelle DJ-Kanzel zu einem Gerät. Denon nutzt die technischen Möglichkeiten eines modernen Standalone-Systems möglichst weit aus.
Die AZ übernimmt viel von Anordnung und Gefühl der CDJ-3000 und DJM-A9. Die G2 möchte nicht bloß eine bestehende Kanzel nachbauen: Sie ergänzt Funktionen, die eine klassische Kombination aus Playern und Mixer nicht bietet. Dieser Unterschied prägt den gesamten Vergleich.
Vier echte Standalone-Decks bei beiden
Beide können vier Tracks über interne Decks ohne Computer laden und abspielen. Das ist mehr als ein Mixer mit vier Kanälen.
Gegenüber früheren Geräten wie der XDJ-XZ ist diese Unterscheidung wichtig. Wer mit drei oder vier Decks arbeitet, erhält hier echte All-in-one-Alternativen zu größeren und teureren Setups.
Display: 10,1 Zoll, unterschiedliche Aufgaben
Das Display der AZ ist ein großer Fortschritt gegenüber der XDJ-XZ. Bibliothek, Waveforms, Touch Preview, Touch Cue, Playlist Bank und die Anzeige von bis zu vier Decks lassen sich komfortabel nutzen.
Bei Denon ist das ebenfalls 10,1 Zoll große Display neigbar. Engine DJ bindet es tiefer ins Betriebssystem ein: Bibliothek, Stems, Effekte, Quellen, Mixer und Konfiguration laufen über die Oberfläche.
Die AZ orientiert sich stärker an klassischen Clubgeräten und hält viele wichtige Funktionen direkt über physische Bedienelemente zugänglich. Einen eindeutigen Displaysieger sehen wir nicht. Entscheidend ist deine bevorzugte Arbeitsweise.
Jogs: professionelle Größen bei beiden
Die neuen 8-Zoll-Jogs der G2 sind ein deutlicher Fortschritt gegenüber früheren Generationen und passen zur Spitzenklasse.
Die AZ bietet 206-mm-Jogs mit einem Gefühl nahe am CDJ-3000. Jog Feeling Adjust erlaubt zusätzlich die Anpassung des Widerstands.
Hier bevorzugen wir weiterhin die AZ. Die Denon-Jogs sind inzwischen ebenfalls groß. Für uns entscheidet die Kombination aus Größe, Widerstandsregelung und Vertrautheit mit professionellen AlphaTheta-Playern.
Der große AZ-Vorteil: üben wie in der Clubkanzel
Die Position der Bedienelemente, Jogs, Mixer- und Effektsektion orientiert sich direkt an CDJ-3000 und DJM-A9. Wer Pioneer DJ/AlphaTheta kennt, findet sich schnell zurecht.
Dadurch gelingt der Wechsel vom Üben zu Hause auf der AZ zu CDJs und DJM im Club besonders natürlich. Die wichtigsten Handgriffe und Arbeitsweisen sind schon vertraut.
Das ist für professionelle DJs und angehende Club-DJs wertvoll. Denon kann mehr Technik bieten, aber AlphaTheta bleibt bei der Vertrautheit mit vielen professionellen Kanzeln stark.
PRIME 4 G2: Denon erweitert das Standalone-Konzept
Ein neuer Achtkernprozessor und 4 GB RAM tragen eine ambitioniertere Plattform. Entscheidend ist, wofür sie eingesetzt werden: Stems, Effekte, Lichtsteuerung, Streaming, interner Speicher, fortschrittliche Pads und viele Aufgaben direkt am Gerät.
Die AZ nähert sich einer professionellen DJ-Kanzel. Die G2 versucht, möglichst viel zusätzliches Equipment rund um das All-in-one-System überflüssig zu machen.
Stems: ein großer Vorteil der PRIME 4 G2
Die G2 kann Stems direkt am Gerät erzeugen und die Bestandteile eines Tracks getrennt bearbeiten, etwa Gesang, Drums, Melodie und Bass.
Eigene Acapella- und Instrumental-Tasten, Stems-Pad-Modi und verschiedene Eingriffe während des Sets machen die Funktion gut zugänglich. Auch Mixer-Bedienelemente lassen sich für die Pegel einzelner Bestandteile nutzen.
Die Berechnung ist im Gerät möglich. Für schnellen Zugriff im Set ist eine Vorbereitung in Engine DJ dennoch sinnvoll. Für Mashups, Live-Remixe und intensive Stems-Nutzung kann dieser Unterschied erheblich sein.
MPCe Pads: die auffälligste Neuerung der G2
Acht MPCe Performance Pads pro Deck ergeben insgesamt sechzehn. Die reine Anzahl mit den acht AZ-Pads pro Deck zu vergleichen, greift zu kurz.
Die 3D-Erkennung reagiert auf Position, Druck und Anschlagstärke. Verschiedene Bereiche eines Pads können unterschiedliche Aktionen auslösen, etwa Filter Roll, Hot Cues mit Stems, Hot Cue Rolls und XY-Effekte.
Fingerbewegungen auf dem Pad verändern Parameter in Echtzeit. Die Pads können außerdem Engine Lighting steuern.
Für klassisches Mixen ist das möglicherweise unnötig. Für kreative Performances gehört es zu den fortschrittlichsten Pad-Umsetzungen, die wir bisher in einem All-in-one-System gesehen haben.
FX Paddles: Effekte anders einsetzen
Oberhalb des Mixers befinden sich zwei Main-FX-Module mit FX Paddles. In eine Richtung rastet der Effekt ein, in die andere bleibt er nur während des Haltens aktiv.
Damit lassen sich Effekte bei Übergängen sehr schnell dosieren. Das unterscheidet sich vom klassischen DJM-Beat-FX-Bereich der AZ.
Keine der beiden Methoden ist grundsätzlich besser. Denons Lösung eröffnet aber eine besonders direkte und aktive Form der Effekt-Performance.
Favorite FX: wichtige Effekte schnell aufrufen
Bei 26 BPM-synchronisierten Main FX ist schneller Zugriff wichtig. Favorite FX speichert bevorzugte Effekte und erleichtert das Wiederaufrufen häufig verwendeter Kombinationen.
Vorbereiten und direkt abrufen ist während eines Sets oft hilfreicher als die ständige Suche in einer langen Liste. Dieses kleine Detail kann praktischer sein als noch mehr Effekte.
Fader FX: ein Faderweg erzeugt den Effekt
Fader FX reagieren auf Kanalfader, Crossfader oder beide. Dazu gehören beispielsweise Echo, Echo Down, Stutter Verb und Reverb Down.
Eine Bewegung ermöglicht Übergänge, für die sonst mehrere Eingriffe nötig wären. Zum normalen Auflegen brauchst du das nicht zwingend. Es zeigt aber, wie Denon Hardware und Software für neue musikalische Interaktionen verbindet.
Touch FX und Sweep FX
Zehn Touch FX lassen sich über ein XY-Pad auf dem Display steuern. Eine Fingerbewegung verändert mehrere Parameter gleichzeitig. Vier Sweep FX liegen auf den Kanalreglern: Filter, Noise, Wash und Reverb.
Zusammen mit Main FX und Fader FX ergibt das sehr viele Möglichkeiten.
Die AZ bleibt mit 14 Beat FX und sechs Sound Color FX näher an der vertrauten DJM-Anordnung.
AZ für den klassischen DJM-Effektworkflow. PRIME 4 G2 für Experimente und zusätzliche Performance-Möglichkeiten.
Engine DJ oder rekordbox: oft die eigentliche Entscheidung
Für viele DJs ist das Ökosystem wichtiger als Display, Pads oder Effekte. Die AZ gehört zu rekordbox, die G2 hauptsächlich zu Engine DJ.
Wenn du deine Musik in rekordbox vorbereitest und regelmäßig auf AlphaTheta/Pioneer DJ im Club spielst, sind vertraute Playlists, Hot Cues und Vorbereitungsabläufe ein deutlicher Vorteil.
Engine DJ verfolgt ein technisch ambitioniertes Standalone-Konzept und verlagert viele bisher computerbasierte Aufgaben auf die Hardware.
Die hilfreiche Frage lautet, wo du deine Musik später einsetzen wirst. Für regelmäßige Club-DJs bleibt rekordbox ein starkes Argument. Wer vorwiegend auf dem eigenen Gerät spielt, findet Engine DJ besonders attraktiv.
Zum Marktstart unterstützt die PRIME 4 G2 Engine DJ und SoundSwitch. Serato DJ Pro, Algoriddim djay und VirtualDJ sind für zukünftige Updates vorgesehen.
Streaming
Beide Systeme gehen über die klassische USB-Wiedergabe hinaus. Die AZ bietet StreamingDirectPlay mit Apple Music, Beatport Streaming und TIDAL sowie rekordbox CloudDirectPlay.
Denon setzt innerhalb von Engine DJ ebenfalls seit Jahren stark auf Streaming. Beide arbeiten dadurch unabhängiger vom Computer als frühere Generationen.
USB bleibt für uns jedoch ein wesentlicher Teil professioneller Abläufe. Allein anhand der Anzahl der Streaming-Dienste würden wir kein Gerät auswählen.
Integriertes DMX: besonders interessant für Events
Die G2 hat einen physischen DMX-Ausgang. Mit Engine Lighting und SoundSwitch lässt sich das erste DMX-Universum ohne externe DMX-Schnittstelle steuern. Auch die MPCe Pads können Lichtfunktionen bedienen.
Für Club-DJs ist das vielleicht nebensächlich. Für mobile DJs, Hochzeiten, Eventfirmen und kleine Veranstaltungsorte, an denen der DJ auch das Licht betreut, kann es ein großer Vorteil sein.
Interner Speicher: eigenes Laufwerk einbauen
Der SATA-Schacht der G2 ermöglicht eine Bibliothek direkt im Gerät.
Für Festinstallationen, mobile DJs und große Sammlungen ist das bequem und reduziert die Abhängigkeit von externen USB-Medien. Die AZ hat keinen vergleichbaren internen Schacht.
Gewicht und Transport
Die AZ wiegt etwa 13,5 kg, die G2 etwa 9,9 kg. Denon ist damit ungefähr 3,6 kg leichter.
Bei einer Festinstallation ist das weniger wichtig. Beim wöchentlichen Transport zu Hochzeiten, Events oder Auftritten fällt es deutlich stärker ins Gewicht, zumal die G2 zusätzliche Hardware integriert.
Verarbeitungsqualität
Hier unterscheiden wir eigene Erfahrung und Spezifikationen.
Die AZ ist für uns hervorragend gebaut. Jogs, Fader, Bedienelemente, Gehäuse und Gesamteindruck passen zu einem AlphaTheta-Spitzenmodell. Sounds Market musste bisher keine AZ wegen eines bedeutenden Hardwarefehlers reparieren.
Anfängliche Firmwareprobleme wurden durch Updates behoben. Diese frühen Probleme sind nach unserer Erfahrung kein Grund, vom Modell abzuraten.
Die G2 ist gerade erst erschienen. Erste Eindrücke sind positiv, auch bei den neuen Dual-Rail-Kanalfadern. Ihre langfristige Zuverlässigkeit gegenüber der AZ können wir aber noch nicht verantwortungsvoll bewerten.
Wir müssen beobachten, wie Jogs, Pads, Fader, Bildschirm, Tasten und Platinen bei intensiver Nutzung altern.
Die Einschätzung der Sounds Market Werkstatt
Unsere bisherigen AZ-Erfahrungen sind ausgezeichnet. Einen wiederkehrenden Hardwarefehler haben wir nicht festgestellt. Die beobachteten anfänglichen Firmwareprobleme wurden per Softwareupdate korrigiert.
Zur G2 fehlt uns ein vergleichbarer Verlauf. Ihre Komplexität bringt zusätzliche Komponenten und Systeme mit, deren Haltbarkeit wir beobachten müssen.
Deshalb ist der Sounds Market Score von 9,6/10 eine erste Bewertung des aktuellen Produktangebots. Wir überprüfen ihn erneut, sobald genügend Erfahrung mit Aufarbeitung und Reparatur von PRIME 4 G2 Geräten vorliegt.
Referenzpreise, September 2026
Die PRIME 4 G2 startete in Europa bei ungefähr 2.699 €. Für eine neue XDJ-AZ liegt die Orientierung im September 2026 bei etwa 3.000 € oder mehr, abhängig von Händler und Zeitpunkt.
Denon ist auf dem Papier trotz des niedrigeren Preises nicht klar unterlegen. Mehr kreative Funktionen, Stems, DMX, interner Speicher und ein umfangreicheres Effektsystem machen das Angebot besonders interessant.
Der AZ-Aufpreis erklärt sich eher durch Verarbeitung, Workflow, Jogs und vor allem das AlphaTheta/rekordbox-Ökosystem.
Lohnt sich der Aufpreis für die XDJ-AZ?
Für bestimmte DJs, besonders bei regelmäßigen Clubeinsätzen, ja. Wenn deine Bibliothek in rekordbox liegt und das Gerät zu Hause möglichst ähnlich wie deine professionell genutzten CDJs funktionieren soll, ist die AZ sinnvoll. Ihre Jogs und Verarbeitung schätzen wir ebenfalls sehr.
Ohne diese Bindung an das Ökosystem wird der Aufpreis schwieriger zu rechtfertigen. Die G2 bietet viel. Wer automatisch die AZ kauft, ohne Denon auszuprobieren, verpasst einen lohnenden Vergleich.
Für wen empfehlen wir welches System?
Wähle die XDJ-AZ, wenn...
- du regelmäßig in Clubs auflegst.
- rekordbox deine Musikbibliothek verwaltet.
- du eine Anordnung nahe an CDJ-3000 und DJM-A9 möchtest.
- du große Jogs mit Jog Feeling Adjust besonders schätzt.
- du Pro DJ Link brauchst.
- dir hervorragende Verarbeitung wichtig ist.
- du traditionelle DJM-Effekte bevorzugst.
- dein Übungssetup den späteren Clubkanzeln ähneln soll.
- du keine umfangreichen Stems- und Denon-Kreativfunktionen benötigst.
Wähle die PRIME 4 G2, wenn...
- du möglichst viele Standalone-Möglichkeiten willst.
- du Engine DJ nutzt oder kennenlernen möchtest.
- du mit Stems arbeiten willst.
- du Performance Pads kreativ nutzt.
- dich FX Paddles und Fader FX interessieren.
- du gerne mit Effekten experimentierst.
- du mobil oder auf Events auflegst.
- du Licht direkt am Gerät steuern möchtest.
- du internen Speicher einbauen willst.
- geringeres Gewicht wichtig ist.
- du möglichst viel Technik fürs Geld suchst.
Bewertungen im Vergleich
Die Kategorienoten sind relativ zu diesen beiden Modellen. Der Sounds Market Score ist unsere Gesamtbewertung des Produkts und bleibt unabhängig vom Vergleich.
| Kategorie | XDJ-AZ | PRIME 4 G2 |
|---|---|---|
| Technik | 9/10 | 10/10 |
| Jogs und Bedienelemente | 10/10 | 9,5/10 |
| Display und Oberfläche | 9,5/10 | 10/10 |
| Performance / Kreativität | 9/10 | 10/10 |
| Effekte | 9,5/10 | 10/10 |
| Stems | 7/10 | 10/10 |
| Verarbeitungsqualität | 10/10 | 9,5/10* |
| Clubökosystem | 10/10 | 8/10 |
| Transportierbarkeit | 8/10 | 9,5/10 |
| Preis-Leistung | 9/10 | 10/10 |
| Sounds Market Score | 9,5/10 | 9,6/10 |
*Erste Einschätzung. Uns fehlt noch ausreichende Werkstatterfahrung mit der PRIME 4 G2, um ihre langfristige Haltbarkeit zu bewerten.
Der Sounds Market Score ist eine redaktionelle Gesamtbewertung und entspricht nicht zwingend dem arithmetischen Mittel der Kategorien.
Was andere Vergleiche oft auslassen
Das Ökosystem kann wichtiger als das Datenblatt sein. Die AZ bietet regelmäßigen Club-DJs vertraute CDJ- und DJM-Abläufe. Das ist ihr Vorteil, nicht allein die Marke.
Denons technische Vorteile sind real, aber nicht für jeden nötig. Onboard-Stems, MPCe Pads, Fader FX, DMX und interner Speicher erweitern die Möglichkeiten. Wer hauptsächlich mit EQ, Filtern, Loops und gelegentlichen Effekten mischt, braucht möglicherweise wenig davon.
Die langfristige Haltbarkeit der G2 ist noch offen. Wir können das Konzept und erste Eindrücke bewerten, aber nicht das Verhalten der Komponenten nach Jahren professioneller Nutzung vorhersagen.
Bei rund 3.000 € Investition solltest du beide ausprobieren und nicht nur aus Gewohnheit entscheiden.
Häufig gestellte Fragen
Welches System ist besser, XDJ-AZ oder Denon PRIME 4 G2?
Bei Technik und Funktionen sehen wir die G2 in unserer ersten Einschätzung vorn. Für Clubgefühl, rekordbox und die vertraute professionelle AlphaTheta/Pioneer DJ Bedienung bevorzugen wir die AZ.
Die Entscheidung hängt stärker von deinem Einsatz und Ökosystem ab als von der längsten Ausstattungsliste.
Können beide vier Decks ohne Computer nutzen?
Ja. Beide spielen vier interne Decks im Standalone-Betrieb.
Die XDJ-XZ unterscheidet sich davon: Ihr Mixer hat vier Kanäle, intern stehen aber nur zwei Standalone-Decks zur Verfügung.
Bietet die PRIME 4 G2 Stems ohne Computer?
Ja. Sie kann Stems direkt am Gerät nutzen und erzeugen. Du kannst sie auch vorher in Engine DJ vorbereiten, damit sie beim Set sofort bereitstehen.
Was sind die MPCe Pads der PRIME 4 G2?
Das sind Performance Pads mit 3D-Erkennung, die unterschiedliche Berührungen und Bereiche innerhalb eines Pads erfassen.
So lassen sich Hot Cues, Rolls, Stems, Effekte und Lichtsteuerung komplexer miteinander kombinieren.
Welches System bietet bessere Effekte?
Die AZ hat einen vertrauten DJM-Bereich mit 14 Beat FX und sechs Sound Color FX.
Die G2 bietet mit 26 Main FX, FX Paddles, Sweep FX, Touch FX und Fader FX mehr Raum für Experimente.
Bei kreativen Möglichkeiten gewinnt Denon. Für vertraute DJM-Abläufe bevorzugen wir AlphaTheta.
Welches System eignet sich besser für Club-DJs?
Wenn du regelmäßig mit CDJs und DJM-Mixern arbeitest, würden wir die XDJ-AZ wählen. Layout und Workflow erleichtern den Übergang vom Üben zu Hause zur professionellen DJ-Kanzel.
Welches System ist besser für mobile DJs und Events?
Die PRIME 4 G2 hat starke Argumente: geringeres Gewicht, integriertes DMX, Engine Lighting, interner Speicher und viele Werkzeuge ohne angeschlossenen Computer.
Welches würden wir kaufen?
Diesmal würden wir nicht automatisch AlphaTheta wählen. Die AZ gefällt uns sehr, und unsere bisherigen Erfahrungen mit Verarbeitung und Zuverlässigkeit sind ausgezeichnet.
Die G2 bietet zu einem niedrigeren Referenzpreis so viel Technik und kreative Möglichkeiten, dass wir sie vor der Entscheidung ausprobieren möchten. Ihre langfristige Haltbarkeit muss sich in der Werkstatt noch zeigen.
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Ratgeber lesenMöchtest du dein Equipment aufrüsten?
Wenn du eine XDJ-AZ, PRIME 4, PRIME 4+, XDJ-XZ oder anderes DJ-Equipment besitzt, kannst du es direkt an Sounds Market verkaufen oder beim nächsten Kauf in Zahlung geben.
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Fazit: XDJ-AZ oder Denon PRIME 4 G2?
Dieser Vergleich ist besonders interessant, weil die beiden Spitzenmodelle unterschiedliche Ziele verfolgen.
Die XDJ-AZ überträgt die professionelle AlphaTheta/Pioneer DJ Kanzel ins All-in-one-Format: vier Standalone-Decks, große Jogs mit Jog Feeling Adjust, Vierkanalmixer, 10,1-Zoll-Display und ein Layout nach CDJ-3000 und DJM-A9. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Verarbeitung und Zuverlässigkeit sind sehr positiv.
Die PRIME 4 G2 zeigt, was ein modernes System zusätzlich zu einer traditionellen DJ-Kanzel leisten kann. Vier Standalone-Decks, Stems, MPCe Pads, FX Paddles, Fader FX, Touch FX, DMX, interner Speicher, Streaming und Engine DJ ergeben ein sehr vielseitiges Paket. Bei den Referenzpreisen ist sie außerdem leichter und günstiger.
Unsere Bewertung gibt Denon einen kleinen vorläufigen Vorsprung:
XDJ-AZ: 9,5/10
PRIME 4 G2: 9,6/10, erste Einschätzung ohne langfristige Werkstatterfahrung.
Diese Zehntelnote ist keine automatische Kaufempfehlung. Für regelmäßige Clubeinsätze, eine rekordbox-Bibliothek und das Training vertrauter Abläufe würden wir die XDJ-AZ kaufen.
Wenn du von diesem Ökosystem unabhängig bist und möglichst viel Technik und kreative Möglichkeiten in einem Gerät suchst, wirkt die PRIME 4 G2 besonders interessant.
Bei einem Budget von rund 3.000 € würden wir die Denon ausprobieren, bevor die Wahl automatisch auf die AZ fällt. Vielleicht bevorzugst du danach weiterhin AlphaTheta, aber die G2 gehört in die Entscheidung.
Technisch fortschrittlicher: PRIME 4 G2
Bessere Stems-Integration: PRIME 4 G2
Mehr kreative Möglichkeiten: PRIME 4 G2
Besser für Lichtsteuerung und mobile DJs: PRIME 4 G2
Leichter: PRIME 4 G2
Mehr Ausstattung fürs Geld: PRIME 4 G2
Unsere bevorzugten Jogs: XDJ-AZ
Näher an CDJ + DJM: XDJ-AZ
Bessere rekordbox-Integration: XDJ-AZ
Bessere Vorbereitung auf die Clubkanzel: XDJ-AZ
Unsere Empfehlung: Probiere beide aus, bevor du dich entscheidest.